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Ministerin Svenja Schulze besucht das KFE

Bericht von Hans Zaremba, Vorsitzender des Ortsvereins Lippstadt, über den Besuch von Svenja Schulze beim Kompetenzzentrum Fahrzeug Elektronik (KFE) am 21. August 2013:

Als ein gut aufgestelltes Unternehmen präsentierte sich am Dienstagmorgen das Kompetenzzentrum Fahrzeug Elektronik GmbH (KFE) in Lippstadt, als die Landesministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Svenja Schulze, auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Hellmich den Betrieb für die industrielle Forschung an Komponenten und Systemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge besuchte. Für ihr nachhaltiges Engagement bekamen die Akteure um den KFE-Geschäftsführer Friedrich Waldeyer, ein pensionierter Hella-Manager, von der in Münster lebenden Sozialdemokratin viel Lob.

Rundgang

Über ein Gespräch mit den Ingenieuren des KFE, wozu Carsten Wiesemann-Hesse (Leitung Klimatest und Zuverlässigkeit), Jiacheng Fan (Simulation), Fahim Sadeqie (Hochvolt-Messkabine), Helmut Rehberg (Hochvoltbordnetz), Andreas Busch (Umwelt) und Christian Schlemmer (Werkstatt und Kontrollenprüfstand) gehörten, und den Geschäftsführern des Cartec (Dr. Ulrich Dornau) und der Wirtschaftsförderung Lippstadt (Wilhelm Coprian) hinaus stand auch ein Rundgang durch die Laborräume auf dem Ablaufplan. Vom Kopf und Motor des KFE, Friedrich Waldeyer, wurde überdies die gute und erfolgsbringende Kooperation mit den Gesellschaftern des Lippstädter Unternehmens, die allesamt Betriebe in der Region sind, herausgestellt. Diese breite Vernetzung für die Sicherung der Beschäftigungsangebote in den heimischen Gefilden fand vollauf die Anerkennung der Landesministerin, weil die Konkurrenten mit Blick auf das Elektroauto weniger in der näheren Umgebung, sondern verstärkt auf der internationalen Ebene anzutreffen seien.

Ähnlich bewertete auch der Bundestagsabgeordnete Hellmich die südwestfälische Kooperation: „Es ist richtig, die Kompetenzen in der Region zu nutzen und damit die dortigen Arbeitsplätze zu halten.“ Als förderlich habe es sich auch erwiesen, so Waldeyer, dass von Beginn an die Fachhochschule Hamm-Lippstadt mit ihrem Präsidenten Professor Klaus Zeppenfeld, der auch Vorsitzender der KFE-Gesellschafterversammlung ist, in die Arbeit des KFE einbezogen wurde. Ein Sachverhalt, der folglich auch von der Hochschulministerin Schulze begrüßt wurde.

Perspektiven

Dass die Tendenz zum Elektroauto zunehme, hob der Ende Oktober in die Rente gehende Wirtschaftsförder Coprian hervor, was auch eine Triebfeder für die von ihm geleitete GmbH gewesen sei, sich für das im Herbst 2011 gegründete KFE verstärkt einzusetzen. Welche Bedeutung die im KFE in Lippstadt vorangetriebene Arbeit habe, veranschauliche Waldeyer mit Blick auf China, wo unterdessen drei Hersteller merklich günstigere Elektromodelle entwickelt hätten. Sollten die Machthaber im Land der Mitte für ihre Metropolen Elektroautos vorschreiben, wie dies bereits für Roller in Peking und Shanghai gelte, wäre nach Einschätzung des KFE-Chefs ein großer Markt für die deutsche Automobilindustrie bedroht. Von daher schaue er gespannt auf die im September in Frankfurt stattfindende Internationale Automobilausstellung.

Für Svenja Schulze ist das Elektroauto im Nahbereich schon heute eine echte Alternative, was auch die Landesregierung durch den Einsatz derartiger Fahrzeuge im innerstädtischen Verkehr unterstreiche. Von Skeptikern des noch bei vielen unbekannten Fahrzeugtyps werden immer wieder die nicht ausreichend vorhandenen Ladestellen herausgestellt. In Lippstadt zeichnet sich für die nächste Zeit eine Lösung ab. Am KFE-Standort soll in Kooperation mit den Lippstädter Stadtwerken eine „Zapfsäule“ für Elektroautos entstehen. Der SPD-Parlamentarier Hellmich hält es für vordringlich, dass im Zuge des Aufbaus von Ladestationen „keine neuen Netzmonopole“ entkeimen. „Auch diese Tankstellen müssen öffentlich sein“, betonte der Abgeordnete aus Bad Sassendorf.

Bild: Vier Sozis im Hochvoltlabar (v. li.): Hans Zaremba, Marlies Stotz, Svenja Schulze und Wolfgang Hellmich. Foto: Wirtschaftsförderung Lippstadt GmbH/Josie Olk.

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