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Wirtschaftsförderer Ingo Lübben bei der SPD

Lippstadt (spd). Rund 100 Tage nach Übernahme des Amtes als Leiter der Wirtschaftsförderung Lippstadt GmbH (WFL) war Dr. Ingo Lübben jetzt bei der SPD-Fraktion zu Gast.

In einer kurzen Präsentation erläuterte er noch einmal die wichtigsten Betätigungsfelder der WFL, nämlich Bestandspflege und Gründungshilfen. Dabei betonte er, dass Lippstadt seine Stärke sehr klar im produzierenden Gewerbe habe, aber auch Handel und Dienstleistung über dem NRW-Durchschnitt lägen.

Von der Bürgermeisterkandidatin Marlies Stotz gefragt nach dem derzeitigen Strukturwandel vom Produktions- zum Technologiestandort und ob die freigesetzten Mitarbeiter zum Beispiel der Hella im Moment überhaupt eine Chance hätten, woanders unterzukommen, erwiderte der Wirtschaftsförderer, dass auf Grund der guten wirtschaftlichen Situation im Moment der Markt Arbeitssuchende gut aufnehmen kann. Ob das in naher Zukunft so bleiben werde, so der Tenor der Fraktion, bleibe allerdings dahingestellt. Man war sich darin einig, dass deshalb jede Chance zur Ansiedlung neuer Betriebe genutzt werden müsse. In diesem Zusammenhang machte die stellvertretende Bürgermeisterin und Aufsichtsratsmitglied der WFL Sabine Pfeffer noch einmal darauf aufmerksam, dass die vorgehaltenen Gewerbeflächen überschaubar seien und von Seiten der Stadt alles getan werde müsse, ausreichend Gewerbeflächen zur Verfügung stellen zu können.

Auch über den Wohnungsmarkt wurde bei dieser Gelegenheit gesprochen. Je nach Lage sei das Angebot zum Teil deutlich zu klein, insbesondere in der Kernstadt und den stadtnahen Ortsteilen. „An nahezu allen Standorten, von denen aus man die Innenstadt gut mit dem Fahrrad erreichen kann, übersteigt die Nachfrage nach bebaubaren Grundstücken das Angebot“, so Dr. Lübben. In dem Zusammenhang kam auch die Frage nach bezahlbaren Wohnungen für Menschen mit niedrigem Einkommen auf. In den Augen der SPD reiche das Angebot bei weitem nicht aus. Ein erster Schritt sei mit der GWL im Norden der Stadt gemacht, aber es müssten weitere Lösungen auch mit anderen Agierenden in diesem Sektor angestrebt werden.

Leerstände und deren Management seien ein immer wiederkehrendes Thema und gehöre zu den Kernaufgaben der WFL. Auch hierzu von Marlies Stotz befragt, erwiderte Dr. Lübben, dass man natürlich die Hintergründe von Eigentümern beachten müsste und hier auch wenige Eingriffsmöglichkeiten habe. Es gebe eine nennenswerte Zahl von Leerständen, wo die Hauseigentümer aufgrund langfristiger Verträge dennoch Miete erhielten, so dass deren Interesse an einer Beseitigung des Leerstandes nicht sehr ausgeprägt sei.

Auf den baldigen großen Leerstand in der Lippe-Galerie angesprochen, konnte Dr. Lübben noch keine Lösung aufzeigen. Für viele Interessenten sei der sehr schmale Eingang von der Langen Straße her so gravierend, dass sie kein weiteres Interesse hätten. Hinzu komme, dass die bestehenden  Eigentumsverhältnisse einer schnellen Lösung nicht besonders förderlich seien.

Eine wichtige Aussage des Wirtschaftsförderers nahm die SPD-Fraktion dann zum Abschluss des Gesprächs noch mit. Auf die Frage des Fraktionsvorsitzenden Hans-Joachim Kayser nach dem Güterbahnhof sagte Dr. Lübben, dass hier seiner Meinung nach die „große“ Lösung wohl abgemeldet sei und man sich einer kleinteiligen, individuellen Erschließung nähern sollte. Ob dies dann Lebensmittel, ein neues Stadthaus, Wohnen, Parken oder Gewerbe sein könnte, müsse man im politischen Raum entscheiden. Das, so Kayser, sei auch die Haltung seiner Fraktion. Man könne sich dort vieles vorstellen, auch in Kombination, entscheidend sei ein überzeugendes Konzept. Auf jeden Fall werde es eine gute Adresse – und spielte damit auf die Absicht an, die dortige Straße nach Altbürgermeister Jakob Koenen zu benennen.

Pressekontakt: Hans-Joachim Kayser, Tel. 02941 21162

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