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SPD besucht Großküche der INI

Pressemitteilung

Lippstadt (spd). Die SPD-Gesamtfraktion besuchte am Montag (9.3.) unter Leitung des Vorsitzenden Hans-Joachim Kayser die neue Großküche der „IKS–INI“ für Kindergarten- und Schulverpflegung im Gewerbegebiet an der Westerkötter Straße, um sich einen Einblick in einen modernen Integrationsbetrieb zu verschaffen.

Die Großküche, in der derzeit acht behinderte und vier nichtbehinderte Mitarbeiter täglich 1.700 Essen  herstellen, war im vergangenen Jahr mit einem Gesamtaufwand  von 2,2 Millionen Euro errichtet worden. An der Finanzierung waren auch die Stiftung Wohlfahrtspflege, die Aktion Mensch und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) beteiligt. Der Neubau war notwendig geworden, weil die Küchenkapazitäten am bisherigen Standort nicht mehr ausreichten und eine Vergrößerung dort nicht sinnvoll erschien.

Die Großküche ist auf eine Kapazität von maximal 2.500 Essen pro Tag ausgelegt, die dann von insgesamt  24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – davon 50 Prozent behindert und 50 Prozent nichtbehindert – hergestellt werden sollen. Kayser, der auch Abgeordneter des Kreises Soest beim LWL ist, bezeichnete diese Form der Integration als die beste Möglichkeit der Eingliederung von behinderten Menschen in die Arbeitswelt. „Wir machen uns in der Politik sehr viel Gedanken über Inklusion und haben oft nur Schulen vor Augen – hier, in dieser Großküche, findet Inklusion statt. Und sie funktioniert hervorragend!“

Die SPD-Politiker ließen sich von den beiden Geschäftsführern Andreas Knapp und Reinhard Venjakob umfassend über die Ausstattung und Hygienemaßnahmen, die Herkunft der Zutaten, die Arbeitsabläufe in einer Großküche und die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DEG) informieren. Wie Andreas Knapp erklärte, würden sie inzwischen auch Schulen außerhalb von Lippstadt versorgen, zum Beispiel in Erwitte, in Bad Sassendorf und in Wadersloh. Nach eigenen Angaben möchte die INI mit diesem neuen Integrationsbetrieb einen weiteren Beitrag zur Zusammenarbeit von Behinderten und Nichtbehinderten leisten und die Basis für einen selbstverständlichen, entspannten und respektvollen Umgang miteinander schaffen. Aktuell verfüge der Firmenverbund über 100 Mitarbeiter in Integrationsbetrieben.

Auch der städtische Jugendhilfe- und Sozialausschuss hatte sich kürzlich mit der Verpflegung der Kinder und Jugendlichen in den Kitas und offenen Ganztagsschulen beschäftigt. Auf Anregung des Vorsitzenden Hans Zaremba von der SPD hatte der Ausschuss damals zum einen die Verwaltung beauftragt, bei den Lieferanten auf die Einhaltung der Qualitätsstandards der DEG zu achten, zum anderen soll zukünftig einmal im Jahr ein Elternvertreter im Ausschuss über die Verpflegung berichten.

In der angeregten Diskussion ging es vor allem um Vor- und Nachteile des weit verbreiteten,  auch von der IKS-INI angewendeten sogenannten Cook-and-Chill-Systems, das einen besonders hohen hygienischen und logistischen Aufwand erfordert. Dabei werden die fertigen Speisen schnell abgekühlt, bei zwei bis drei Grad Celsius gelagert, ausgeliefert und am Ausgabeort vor dem Verzehr auf mindestens 70 Grad Celsius wieder erhitzt.

Einhellig war man der Meinung, dass es besser sei, wenn das Essen komplett in der Schule selbst zubereitet würde, da gemeinsames Kochen sowie das gemeinsame Essen den sozialen Zusammenhalt enorm stärke. Gerade in Ganztagsschulen komme der Gestaltung des gemeinsamen Tages ein hoher Stellenwert zu.  Allerdings seien bestehende Schulen oft nicht einfach umzubauen und bei Neubauten die Kosten und der Raumbedarf für entsprechende Küchen vielfach zu hoch.

Daneben ging es auch um die Kosten für das Schulessen. Klar wurde, dass man bei der Herstellung nach den hohen DEG-Standards selbstverständlich auch Laktose-Intoleranz und weitere Besonderheiten berücksichtige. „Die Erfahrung zeigt, dass eine Reihe von Eltern beim Schulessen sehr preissensibel ist.  Aber qualitätvolles Essen ist nun einmal nicht zum Nulltarif zu haben, auch wenn manche das immer noch meinen“, fasste SPD-Stadtverbandsvorsitzende Marlies Stotz zusammen. Bei den Kindern und Jugendlichen selbst hänge die Akzeptanz von Schulessen im Endeffekt weniger vom Preis ab, sondern zum Beispiel auch von der Aufenthaltsqualität der Mensen, vor allem bei älteren Schülern.

Pressekontakt: Hans-Joachim Kayser, Tel. 02941 21162

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Die SPD-Gesamtfraktion informierte sich beim Besuch der neuen Großküche der INI-IKS über Herstellung und Qualität des Essens für Kinder und Jugendliche in Ganztageseinrichtungen. Foto: SPD/Freigang.

 

 

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