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Zuhause in Lippstadt

„Willkommen in Deutschland – Zuhause in Lippstadt“ war das Motto des diesjährigen Neujahrsempfangs der Lippstädter SPD am vergangenen Freitag (15.1.). Marlies Stotz, die Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes, blickte in ihrer Begrüßung auf das vergangene Jahr zurück, das ganz von der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge geprägt worden sei. Auch in Lippstadt sei das nur durch das große ehrenamtliche Engagement gelungen.

Pfarrer Martin Heider vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen gab den über 50 Gästen des Neujahrsempfangs einen Überblick über die Flüchtlingsbewegungen weltweit und berichtete von neuen, zumeist informellen Formen der Zusammenarbeit zwischen den verschiedensten Organisationen vor Ort. Der für die Beratung und Begleitung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit zuständige Pfarrer erinnerte auch an die Zeit vor der Änderung des Grundrechts auf Asyl, so seien zum Beispiel im Jahr 1993 über 438.000 Asylanträge in Deutschland gestellt worden.

Für eine gelingende Integration forderte Heider zusammenfassend eine echte Willkommenskultur, die auch einer Willkommensstruktur bedürfe. Dazu gehöre nicht nur die Koordination und Begleitung der bürgerschaftlich engagierten Menschen durch hauptamtliche Mitarbeiter in den Verwaltungen. Sondern in der Folge seien  interkulturelles Lernen, die Akzeptanz von Rechten und Gesetzen ebenso wichtig wie zum Beispiel die Vermeidung von Ghettobildungen. Heider plädierte wie viele Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) dafür, mehr von den Flüchtlingen her zu denken und sie zu fragen, was sie brauchen. Dazu gehöre letztendlich auch, dass die Menschen selbst entscheiden dürften, ob sie bei uns eine Zeitlang im Exil leben wollen oder hier einwandern wollen.

Der heimische Unternehmer Peter Brannekemper und Daniela Daus vom Lotsenprojekt der AWO berichteten anschließend von der gelungenen Integration eines jungen Mannes mit Hilfe eines Paten. Wichtig sei die Zusammenarbeit aller Beteiligten gewesen, hoben die beiden hervor.

Freiwilligenarbeit und gute Zusammenarbeit, Humanität und Solidarität sind auch die Handlungsgrundsätze des Vereins „Keiner ist allen“ (KIA), wie dessen stellvertretender Vorsitzender Hartmut Befeldt erzählte. In der KIA-Kaffestube hatten sich die Sozialdemokraten zum ersten Mal versammelt und würdigten das große Engagement des Vereins für alle Menschen, die aus welchen Gründen auch immer dort Hilfe suchen.

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Stadtverbandsvorsitzende Marlies Stotz freut sich über die Gastfreundschaft des Vereins KIA. Foto: SPD/M. Marx.

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Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Kayser begrüßt die Gäste des Neujahrsempfangs. Foto: SPD/M. Marx.

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Pfarrer Martin Heider (re) bei seinem Impuls. Foto: SPD/M. Marx.

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Im Gespräch über die Frage, wie Integration von Flüchtlingen gelingen kann (v. li. n. re.): Marlies Stotz, Pfarrer Martin Heider, Daniela Daus von der AWO und Unternehmer Peter Brannekemper. Foto: SPD/M. Marx.

 

 

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