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Gemeinsame Erklärung zum Lärmschutz an der Bahnlinie

Der Anfang ist gemacht: Der Stadtentwicklungsausschuss hat am 28. Januar 2016 die gemeinsame Erklärung der Städte und Gemeinden Bad Sassendorf, Geseke, Lippstadt, Salzkotten, Soest und Welver zur Lärmsanierung an der Bahnstrecke zwischen Welver/Soest und Salzkotten zustimmend zur Kenntnis genommen und auf den Weg ins Bundesverkehrsministerium gebracht.

Als Lippstädter SPD begrüßen wir die gemeinsame Erklärung der betroffenen Kommunen zur Lärmsanierung an der Bahnstrecke ausdrücklich. Wer brachte das Thema Lärmbelästigung durch den Zugverkehr auf die politische Bühne? Wir! Die SPD-Ratsfraktion hat bereits am 15. Juni 2015 den Antrag gestellt, dass die Stadt Lippstadt Abstimmungsgespräche mit anderen, an der Bahnlinie Hamm–Kassel liegenden Gemeinden aufnimmt, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln.

Die Erklärung benennt sehr präzise das Ausmaß der Lärmbelästigung: Die geschätzte Zahl der von Schienenlärm in ihren Wohnungen nachts belasteten Menschen beträgt allein in Lippstadt 12.440 Einwohner. Davon sind 800 Einwohner mit über 60 dB(A) belastet, das ist der Auslösewert für eine Lärmaktionsplanung. Kein Wunder bei über 10.000 Güterzügen pro Jahr, davon – besonders lärmbelästigend – über die Hälfte nachts. Und die Prognosen für die Zukunft verheißen nichts Gutes: Wegen der Zunahme des West-Ost-Verkehrs und der auf diesem Streckenabschnitt noch vorhandenen Kapazitäten soll sich die Belastung in den nächsten zehn Jahren fast vervierfachen!

Die Kommunen Bad Sassendorf, Geseke, Lippstadt, Salzkotten, Soest und Welver sehen in den aufgezeigten Lärmwerten das Erfordernis einer zeitnahen Problemlösung. Demnach sind die Bundesmittel für die Lärmsanierung deutlich aufzustocken und der Streckenabschnitt ist deutlich höher zu priorisieren. Ziel ist es, den betroffenen Bürgern einen Zeitraum zur Lärmminderung nennen zu können, der deutlich unter zehn Jahren liegen muss. So lauten die zentralen Forderungen der gemeinsamen Erklärung.

Die gemeinsame Erklärung kann nur der Beginn einer hartnäckigen Interessenvertretung in Sachen Lärmschutz entlang der Bahnlinie sein. Da uns Westfalen seit je her ein gewisses Maß an Sturheit und Hartnäckigkeit nachsagt wird, sollte es uns nicht schwer fallen, an diesem Thema dranzubleiben.

Die gemeinsame Erklärung hier herunterladen

Kategorien: Bauen und Verkehr, SPD-Fraktion Lippstadt, Stadtentwicklung | Stichwörter: , , , .

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