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Marketingstrategie für Wochenmarkt gefordert

Die im vergangenen Jahr von der SPD Lippstadt gestartete nähere Auseinandersetzung mit dem Lippstädter Wochenmarkt ist abgeschlossen.
Die Befragung der Besucher im Spätsommer habe gezeigt, dass diese weitgehend mit dem Markt zufrieden sind. Bedauert wurde lediglich, dass die Anzahl der Stände zurückgegangen sei. Da sich aber bei den meisten Produkten mindestens immer noch ein Anbieter finde, werde das aber nicht als wirkliche Verkleinerung des Angebots bewertet.
Die Besucher gaben in durchaus nennenswerter Zahl die Anregung, den Markt auch mit Essensständen zu bestücken, wie man das inzwischen in allen Markthallen der großen Städte finden kann.

Dabei wurde betont, man wünsche sich keine Bierstände, sondern eher kulinarische Angebote, beispielsweise regionale Spezialitäten. In jedem Fall solle dabei auch die Möglichkeit geboten werden, zumindest an einer Bar zu sitzen oder in Sitzgruppen zu verweilen.
Im Verlauf des Winters griff man das Thema noch einmal auf und suchte das Gespräch mit Markthändlern. In diesen Gesprächen konnten sehr konkrete Vorstellungen darüber entwi-ckelt werden, was notwendig ist, um die Lippstädter Wochenmarkt zukunftsfest zu machen, denn leider machen es gesellschaftliche Veränderungen, ein verändertes Kaufverhalten der Verbraucher und nicht zuletzt die Konkurrenz durch Discounter auch dem Lippstädter Wochenmarkt nicht leichter, sich im Wettbewerb zu behaupten.
Die weitestgehende Forderung richtet sich vor allem auf die Entwicklung einer Marke-tingstrategie für den gesamten Markt. Da sei es dann allerdings nicht damit getan, einmalig eine solche Strategie zu entwickeln. Noch entscheidender sei, dass konkret eine Person benannt werde, die den Markt professionell begleitet. So habe man in der Stadt Hamm, die mehrfach als gutes Beispiel angeführte wurde, eine ½ Stelle im Stadtmarketing für die Begleitung der Wochenmärkte bereit gestellt. Die zusätzlichen Kosten würden dort fast voll-ständig durch eine Erhöhung der Standgelder erwirtschaftet.
Nach Beobachtung der Marktbeschicker sei die Anzahl der Anbieter in den vergangenen Jahren um rund 40% gesunken. Dabei spiele mangelnde Rentabilität keine wesentliche Rolle. Diese Ursachen für den Rückzug seien sehr individuell. Oft spiele allerdings eine feh-lende Nachfolgeregelung die entscheidende Rolle.
Die zentrale Lage und die Anordnung der Stände wurden weitestgehend für gut befunden, allerdings sah man in den unterschiedlichen Ebenen ein Problem.
Auch die Idee eines Abendmarktes, wie es sie in vielen Ruhrgebietsstädten inzwischen gibt, kam zur Sprache. Allerdings sei Lippstadt dafür wohl zu klein. Was man sich aber sehr gut vorstellen könne, sei zum Beispiel, den Markt beim Moonlight-Shopping zu öffnen. Aber auch vom Markt selbst ausgehende besondere Aktionen sollten regelmäßig durchgeführt werden.
„Wir möchten mit unserem inzwischen formulierten Antrag eine Diskussion anstoßen, die unseren Wochenmarkt stärkt, die Attraktivität steigert und am Ende zu einer weiteren Belebung der Innenstadt beiträgt“, bringt es Fraktionschef Kayser auf den Punkt.
Mit Rücksicht auf die enorme Auslastung der Verwaltung durch die Flüchtlingsthematik haben die Lippstädter Sozialdemokraten Ihren Antrag erst zum jetzigen Frühlingsstart an die Verwaltung gerichtet.

Den Antrag zur Entwicklung einer Marketingstrategie finden Sie hier.

Foto: Stadt Lippstadt

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