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Unser Nein zur Öffnung der Stirper Straße für den LKW Verkehr

Die erneute Verlängerung zur Öffnung der Stirper Straße für den LkW-Verkehr zum Nachteil der Anwohner wird von uns wieder abgelehnt.

Unser Sprecher vom Bau-, Umwelt und Verkehrsausschuss Udo Starthaus begründet unser weiteres Nein zum Antrag der Bezirksregierung.

Bereits in der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses vom 6.11.2013 habe ich die Aussagekraft des Gutachtens, das durch einen Vertreter der IHK Arnsberg vorgetragen wurde, bezweifelt. Von einer geplanten Umweltzone wären nach Aussage des Gutachtens vor allem Betriebe in und um Lippstadt, aus Erwitte und Anröchte benachteiligt worden. Da sich aber nur 15 Prozent der in Frage kommenden Betriebe überhaupt gemeldet haben, ist davon auszugehen, dass die überwiegende Mehrheit der Gewerbetreibenden für sich und ihre Betriebe keine Nachteile bei Einrichtung einer Umweltzone gesehen haben.

In derselben Sitzung merkte der Ortsvorsteher von Böckenförde kritisch an, dass durch die geplanten Umleitungen der LKWs zusätzliche Belastungen für den Ortsteil zu erwarten seien. Hannelore Bartmann-Salmen als damalige Sprecherin der CDL-Fraktion vertrat unter anderem in der Sitzung die Auffassung, dass den Lippstädter Bürgern die zusätzlich Verkehrsbelastung nur schwer zu vermitteln sei.

Mit Schreiben vom 29.04.2016 an den Bundesverkehrsminister (Verwaltungsvorlage 146/2016) wies Bürgermeister Christoph Sommer darauf hin, dass „… die verkehrliche Situation in Erwitte auch unmittelbare Auswirkungen im Lippstädter Stadtgebiet hat. Seit der Öffnung hat die Zahl der LKWs auf dieser Straße spürbar zugenommen. Dadurch werden im Kreuzungsbereich B1/B55 wohnende Erwitter Bürger zwar etwas von Luftschadstoffen und Lärm entlastet, aber dafür Lippstädter Bürger an innerstädtisch gelegenen Teilen der Trasse erheblich mehrbelastet.“

Laut dem Bundesumweltamt haben, bezogen auf alle Fahrzeuge, fast 97 Prozent eine grüne Plakette und von den Lkws circa 85 Prozent (Stand Ende 2013).

Da der Schadstoffausstoß von Dieselfahrzeugen, insbesondere der NOx Wert der Pkws auf Grund des Abgasskandals und der damit verbundenen schärferen Messmethoden, in Zukunft weiter abnehmen dürfte, besteht aus Sicht der Lippstädter SPD kein Grund, weiterhin eine Umweltzone in Erwitte zu verhindern. Insofern unterstützen wir den Antrag von Herrn Hans-Otto Körner vom 16.01.2017.

Kategorien: Bauen und Verkehr, SPD-Fraktion Lippstadt | Stichwörter: , , , , , .

2 Antworten auf Unser Nein zur Öffnung der Stirper Straße für den LKW Verkehr

  1. Borgschulte Heinz-Dieter sagt:

    Ist mit der Sperrung die ganze Stirper Str. gemeint, oder nur zwischen der Overhagener Str. und der Udener Str..
    Ich wohne zwar in der Behringstr. aber als Anrainer der Stirper Str. auch vom LKW Lärm betroffen.

  2. Hannelore Bartmann-Salmen sagt:

    Sehr geehrter Herr Strathaus!

    Ich habe seinerzeit darum gebeten, den Buergern die Massnahme zu erklaeren und das Gespraech mit ihnen zu suchen.Ueber die Koepfe der Betroffenen zu entscheiden erzeugt stets Unverstaendnis.Das ist wohl der Satz den Sie mit -u.a.- nicht anfuehren und nicht erwaehnen! ich empfinde darum Ihre Aussage als manipulativ. Wir, die CDL, haben die Gesamtproblematik im Auge behalten und uns fuer die Vermeidung einer Umweltzone in Erwitte ausgesprochen.

    Hannelore Bartmann-Salmen

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