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Unser Thema: Wohnen, Leben und Arbeiten in Lippstadt

Im Dezember 2017 fassten die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lippstadt und der SPD-Stadtverband Lippstadt gemeinsam den Beschluss, das Thema Wohnen und Leben in Lippstadt in den Mittelpunkt ihres kommunalpolitischen Engagements zu stellen.

Denn auch in Lippstadt mangelt es an bezahlbarem Wohnraum
Lippstadt hat – wie viele andere Städte auch – das Problem mit der Ausweisung und Schaffung von Wohnbauflächen und bezahlbarem Wohnraum. Entsprechende Nachfragen bei öffentlichen und privaten Bauträgern gehen weit über das Angebot hinaus. Zum Glück kann zwischenzeitlich auf eine Reihe von Bauflächen in der Kernstadt und den Ortsteilen zugegriffen werden.

Unterschiedliche Bedarfe ausloten und bedarfsberechte Lösungen entwickeln
Entscheidend für eine innovative, nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung wird es sein, die unterschiedlichen Bedarfe auszuloten und entsprechende Lösungen zu entwickeln. Gesellschaftliche Veränderungen der letzten Jahrzehnte haben neue und andere Wohnbedarfe entstehen lassen, die es gilt, in neue Wohnformen umzusetzen und in die planerischen Prozesse einzubringen.

Vom „Wohnen in Lippstadt“ zum „Wohnen, Leben und Arbeiten in Lippstadt“
So haben die erstem Beratungen von Ratsfraktion und Stadtverband zu diesem Thema gezeigt, dass die Überschrift „Wohnen in Lippstadt“ zu kurz gefasst war. Die sich weiter entwickelnde und zukünftige Stadt Lippstadt in all ihren Facetten, das Leben und Arbeiten in ihr, nehmen einen immensen Einfluss auf die Beantwortung der Fragen „Wie wollen wir zukünftig wohnen?“ und umgekehrt. So entstand im Dreiklang von „Wohnen, Leben und Arbeiten in Lippstadt“ ein Titel mit politischer Botschaft. Ein Kompetenzteam, bestehend aus Mitgliedern der Ratsfraktion und des Stadtverbandes, arbeitet auf dieser Basis an einem umsetzungsfähigen Handlungskonzept.

Vielzahl von Baugebieten in der „Beratungspipeline“
In der „Beratungspipeline“ von Rat und Verwaltung der Stadt Lippstadt befindet sich eine erfreuliche Vielzahl von Bauflächen und Neubaugebieten, die bedingt durch ihre Lage  unterschiedlichen städtebaulichen Zielen zugeordnet werden können. So wird die SPD Lippstadt nach Fertigstellung des neuen Stadthauses das Ziel verfolgen, die freiwerdende Fläche am Ostwall für ein neues Wohnquartier mit vorrangig mehrgeschossigem stadtnahem Mietswohnungsbau auszuweisen. Andere Baugebiete, wie etwa „Auf dem Rode“, „Kreuzkampklinik“ und „Sommerweg“ in Bad Waldliesborn,  werden dagegen eher vorrangig dem Einfamilien-Wohnhausbau vorbehalten sein.

Wohnen im Wandel
Bisher galten als Ideal das Einfamilienhaus und der Mietwohnungsbau, als Bündelung kleiner Familienwohneinheiten mit weitestgehend normierten Grundrissen. Besondere Einflüsse wie der Wandel kultureller Rahmenbedingungen, ein höheres Wohlstandsniveau, der technische Fortschritt in Produktions- und daraus sich ändernden Arbeitsverhältnissen, der rasante digitale Wandel, der demographische Wandel, neue Mobilitätsanforderungen, die Rolle der Frau  und ein verändertes Freizeitverhalten haben weitere Wahlmöglichkeiten für die Lebensgestaltung der Einzelnen ergeben, die in unterschiedlichen Wohnbedarfen zum Ausdruck kommen.

Besondere Wohnformen
Aus den genannten Gründen sind neue Wohnformen zu (er)finden und zu realisieren, die andere Haushalts- und Lebensformen berücksichtigen: angefangen von der „Single“-Wohnung über Wohnungen, die einem vorübergehenden Lebensstatus (Ausbildung, Studium undsoweiter) gerecht werden, dem servicebetreuten oder selbstbestimmten Wohnen für ältere Mitmenschen bis hin zum Mehrgenerationenhaus und Wohngruppen, die die unterschiedlichen sozialen Lebensstadien abbilden. Daraus folgend werden SPD-Fraktion und SPD-Stadtverband Lippstadt ihr Augenmerk auf die Schaffung von Wohnquartieren lenken müssen, die in ihrer architektonischen, ökologischen und ökonomischen Ausbildung möglichst allen genannten Bedarfen gerecht werden.

Kostengünstiges Bauen = flächensparendes und energieeffizientes Bauen
Aus Sicht der SPD kommt dem flächensparenden Bauen eine besondere Bedeutung zu. Die Grundstücksgröße, ihre zulässige Nutzung und Nutzbarmachung bestimmen in erheblichem Umfang die Gesamtbaukosten. In diesem Zusammenhang ist darauf zu achten, dass die Teilhabe an Wohnbauflächen weiten Teilen Bevölkerung erhalten bleibt, vor allem jungen Familien mit Kindern. Geringer Flächenverbrauch sowie kostengünstiges und energieeffizientes Bauen sind deshalb wesentliche Kriterien des Umgangs mit unseren Baulandressourcen. Denn vor allem die Energiekosten entwickeln sich auf Dauer zu einer zweiten Miete und übersteigen, bezogen auf die Lebensdauer eines Gebäudes, ein Vielfaches der Baukosten.

Ideenwettbewerb – Vorschläge für einen flächensparenden Wohnungsbau
In diesem Zusammenhang haben wir der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Lippstadt (GWL) für das in der Planung am weitesten fortgeschrittene Baugebiet „Auf dem Rode“ einen Ideenwettbewerb für Architekten und Bauträger vorgeschlagen. Damit soll flächensparendes und energieeffizientes = kostengünstiges Bauen in einer gesondert ausgewiesenen Teilfläche untersucht werden. Die durch den Wettbewerb zu realisierenden Bauten und Anregungen sollen dabei beispielgebend für das gesamte Baugebiet sein und darüber hinaus wirken.

Am 17. Mai 2018 hat der Aufsichtsrat der GWL der Durchführung eines solchen Wettbewerbs zugestimmt.

Dieser Text wurde erstellt von Albrecht Gubalke, Udo Strathaus, Josef Niehaus für das SPD-Kompetenzteam „Wohnen, Leben und Arbeiten in Lippstadt“

 

Kategorien: Bauen und Verkehr, Freizeit, Kultur, SPD-Fraktion Lippstadt, SPD-Stadtverband Lippstadt, Stadtentwicklung | Stichwörter: , , , , .

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