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Stadthaus: Wir wollen Kunst am Bau

Zur Zeit werden die Weichen für ein neues Stadthaus gestellt. Wir wollen, dass an diesem öffentlichen Gebäude, das uns allen gehört, ein Kunstwerk realisiert wird. Dafür soll ein noch zu definierender Teil des Budgets (im Idealfall ein Prozent) verwendet werden. Unser Antrag wird in der Ratssitzung am Montag (24.9.2018) beraten.

Den Antrag hier ansehen und herunterladen

Warum haben wir diesen Antrag gestellt?

Kunst kann in besonderer Weise mit dazu beitragen, dass wir Bürgerinnen und Bürger uns mit unserer Stadt und auch mit dem neuen Stadthaus identifizieren. Kunst und Kultur sind außerdem nicht das Privileg einer Elite. Auch öffentliche Gebäude sollen ideenreich für das Kulturleben erschlossen werden.- So ist im kulturpolitischen Leitbild unserer Stadt zu lesen, das der Stadtrat im Sommer 2016 beschlossen hat.

Wo könnte diese Haltung besser sichtbar gemacht werden als am neuen Stadthaus?

Ebenfalls dem kulturpolitischen Leitbild folgend, machen wir auf die mögliche Förderung durch das Land NRW aufmerksam: In der Kulturausschusssitzung des Landtages am 12.4.2018 hat der parlamentarische Staatssekretär für Kultur Klaus Kaiser eine Regelung angekündigt, der zufolge analog zum Bund auch das Land NRW bei seinen Bauprojekten wieder ein Prozent der Bausumme für Kunst am Bau ausgeben wolle. Die Regelung soll, wie zu hören war, um die Förderung kommunaler Bauvorhaben erweitert werden. Sollte dies zutreffen, können auch wir mit einer Förderung rechnen.

Kulturpolitisches Leitbild

Zu verweisen ist auch auf die Handreichung des Deutschen Städtetages vom 13. März 2013 zum Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum. Der Schul- und Kulturausschuss unserer Stadt hat im vergangenen Jahr zugestimmt, diesen Handlungsempfehlungen zu folgen.
www.staedtetag.de/presse/beschluesse/065053/index.html

2005 meinte die Architektenkammer NRW: „Kunst am Bau ist ein Beitrag zur Baukultur und projiziert häufig ein positives Bild in die Öffentlichkeit“
www.aknw.de/aktuell/meldungen/detailansicht/artikel/kunst-am-bau-in-nordrhein-westfalen/

Und nicht zuletzt heißt es im Leitfaden des Bundes für Kunst am Bau aus dem Jahr 2012: „… Als künstlerische Aufgabe mit unmittelbar öffentlichem Bezug ist sie [ gemeint ist Kunst am Bau. Anmerkung der Redaktion] ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Bauherrenaufgabe. Kunst am Bau setzt sich mit Ort und Raum, Inhalt und Funktion der Bauaufgabe auseinander. Sie kann einen Bau unterstreichen oder auf ihn reagieren, Akzeptanz und Identifikation fördern, Öffentlichkeit herstellen und Standorten ein zusätzliches Profil verleihen …“
www.bbr.bund.de/BBR/DE/Bauprojekte/KunstAmBau/leitfaden_KunstamBau.html

 

 

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Eine Antwort auf Stadthaus: Wir wollen Kunst am Bau

  1. Yasmine Freigang sagt:

    26.9.2019. Nachtrag von Yasmine Freigang, kulturpolitische Sprecherin der Lippstädter SPD-Fraktion: Unser Antrag wurde abgelehnt. Die Grünen haben sich immerhin enthalten. Das Argument gegen Kunst am Stadthaus: Dafür hätten wir kein Geld. Dabei ging es noch gar nicht ums Geld, wir wollten lediglich erst einmal einen Merkposten im Haushalt dafür. Nun ist diese Chance vertan.
    Dieselben Ratsmitglieder, die sich im vergangenen Jahr mit der Verabschiedung des kulturpolitischen Leitbildes zu Kunst und Kultur auch in öffentlichen Zusammenhängen in unserer Stadt bekannt haben, haben jetzt schon allein die Idee für eine konkrete Maßnahme zur Umsetzung abgelehnt. Sie haben das Thema vom Tisch gewischt, obwohl sogar der Bürgermeister, der bekanntlich kaum etwas für Kunst und Kultur übrig hat, sich eine Entscheidung offen halten wollte. Das haben ihm sogar seine eigenen Fraktionskollegen verwehrt.
    Schade. Aber es war einen Versuch wert.

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